Das “Gickelschlagen” in Eschbach
(von Margot Becker, 2016)

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Ein “Pfingstvergnügen” der Eschbacher Jugend am Pfingstdienstag

Treffpunkt war die Gastwirtschaft auf der “Kreuzgass”. Ein Fässchen Bier luden die “jungen Kerle” auf eine Schubkarre. Der Kopf eines vorher geschlachteten Hahnes wurde auf einer langen Stange befestigt und dann ging’s zur “Bach”. Voran der Schubkarren, auf dem ein Bursche saß und die Stange wie eine Fahnenstange präsentierte. Die ganze Jugend lief hinterher, noch einen Dreschflegel und einen irdenen Topf mitführend.

Auf der “Bach” angekommen, stellten sie den Topf mitten auf die Straße. Abwechselnd versuchten nun die Burschen mit verbundenen Augen den Topf mit dem Dreschflegel zu zerschlagen, unter den anfeuernden Zurufen oder bedauendem “Oach”, wenn der Schlag daneben ging, der inzwischen zahlreichen Zuschauer.
Zwischendurch mussten die Wettkämpfer ja immer wieder mal “Zielwasser” aus dem Fässchen tanken. War es dann endlich einem der Burschen gelungen, den Topf zu zerschlagen, wurde der “Sieger” auf den Schubkarren gesetzt, begleitet von seinen Mitstreitern, zogen
lle wieder zum Gasthaus. Dort musste der “Gewinner” seine Kameraden freihalten und bekam zum Dank den Hahn!

 

Gickelschlagen


Verein Eschbacher Ortsgeschichte

Tradition ist nicht das Hüten der Asche, sondern das Weitertragen der Glut !